Blockierungen oder Fehlstellungen der BWS (z.B. Rundrücken) setzen einen Kreislauf in Gang, der mit unangenehmen Begleiterscheinungen einhergeht.

Das durch die Wirbelkörper verlaufende Rückenmark ist segmentiert. Einzelne Spinalnerven steuern unterschiedliche Organe an. Ist die “Steuerleitung” zum Herz durch die fehlerhafte Position von Wirbeln der BWS eingeengt, kommt es zu Fehlfunktionen und fühlbaren Auswirkungen.

Hauptsymptome dieser BWS-Blockaden sind:

  • ausstrahlende Schmerzen im gesamten Bereich des Oberkörpers (Brust, Schulter, Kopf, obere Extremitäten)
  • Brustenge, Atemnot, Herzrasen/Herzstolpern, Panikattacken
  • Schwindel, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Taubheitsgefühl in Armen und Händen

Die Symptomatik entspricht dabei dem Bild, das auch bei Erkrankungen des Herzes auftritt, auch wenn die Ursache eine andere ist.

Zuerst gehören Patienten in eine ausführliche schulmedizinische Abklärung mit Belastungs- und Langzeit-EKG, herzrelevantes Labor, Herzultraschall usw. Um eine organische Ursache auszuschließen.

Durch einen festsitzenden Wirbelkörper in der Brustwirbelsäule kann die Durchblutung des Herzens und die Nervenaktivität eingeschränkt werden, wodurch im Laufe der Zeit das Herz erkrankt. Im umgekehrten Sinn kann ein noch unerkanntes Herzproblem Auslöser für Schmerzen und wiederkehrende Blockaden am Rücken sein.

In der westlichen Naturheilkunde, sowie in der TCM (traditionelle chinesische Medizin) ist die reflektorische Beziehung zwischen Wirbelsäule und Herz bekannt.

Leider wird oft im Krankheitsverlauf des Herzpatienten die Wirbelsäule nicht auf evtl. Blockaden untersucht, was meist unangenehme Folgen hat. Die Patienten nehmen über einen langen Zeitraum Herz-Medikamente ein, ohne dass die eigentliche Ursache erkannt und behoben wurde. Dann bessern sich die Beschwerden durch Herz-Kreislauf-Pharmaka oft nur unzureichend. Deshalb sollten Herzbeschwerden nicht nur internistisch, sondern auch orthopädisch, manualtherapeutisch geklärt werden.

Das Zwerchfell – ein wesentlicher Teil des Brustkorbs für die Atmung

Dieser Muskel ist rundum am Brustkorb wie eine quer liegende Platte verhaftet.  

Durch seine horizontale Lage im Rumpf trennt es die Brust- und Bauchhöhle voneinander sowie die jeweiligen Organe.

Leber, Galle, Milz, Magen, Nieren, Dünn- und Dickdarm befinden sich in der Bauchhöhle.

Verkürzungen vorne (Brust- und Bauchmuskeln), Überspannungen hinten (Rücken) und unterhalb des Brustkorbs (Zwerchfell) ziehen aus verschiedenen Richtungen an die Brustwirbelsäule. So erhöht sich der Druck: erstens auf die Brusthöhle und Organe und zweitens durch die muskulären Zugkräfte auch auf die Wirbel und Bandscheiben. Sogenannte Wirbelblockaden, blockierte Gelenke und daraus resultierende Bewegungseinschränkungen sowie Rücken- und Brustschmerzen können entstehen.

Wenn die gelenkigen und muskulären Verbindungen des Brustkorbs sowie die Brustwirbel blockiert sind, kann diese Blockierung eine Kettenreaktion auslösen. Darum können sich an der BWS befindliche Entzündungen, Wirbelsäulen-Verformungen oder sonstige skelettale Ursachen auch vorne in der Brust bemerkbar machen. Dasselbe gilt für den häufigeren Fall: muskulär-fasziale Überspannungen, deren Zugkräfte in mehrere Richtungen wirken und sowohl im Rücken als auch in der Brust Alarmschmerzen auslösen können.

Welche Muskeln bei Herzbeschwerden verspannt sind

Bei funktionellen Herzbeschwerden sind immer Muskeln und oder Bindegewebspartien der Haut und Unterhaut in Dauerkontraktion. Man kann es daran merken, dass diese Stellen fest und druckschmerzhaft sind. Im Einzelfall kommen unterschiedliche Muskel- und Bindegewebsstellen in Betracht.

1. Die Stellen, die der Patient zeigt
In erster Linie sind Muskel- und Bindegewebspartien da verspannt, wo der Patient/ die Patientin seine/ihre innen empfundenen Herzbeschwerden zeigt, Da wird man bei der Suche fast immer fündig. Am häufigsten ist das ein Teil der Zwischenrippenmuskeln. Das sind die Muskeln, die zwischen den einzelnen Rippen liegen und den Brustkorb bewegen.

Es kommen aber auch andere Muskel- und Bindegewebspartien in Betracht: die Ansätze der Bauchmuskeln am Brustkorb, der linke seitliche Brustkorbmuskel (Serratus anterior), manchmal auch das Bindegewebe / Faszien des Oberbauchs oder des Halses vorn.

2. Die Stellen, die man von außen sehen kann
Oft kann man die Stellen, wo die Herzbeschwerden empfunden werden, sogar von außen sehen. Es gibt Einziehungen in der Haut, Dellen und Verformungen des Brustkorbs an diesen Stellen. Und vor allem ist der Brustkorb an diesen Stellen unbeweglich, d. h. er bewegt sich bei der Atmung nicht mit.

3. Weiter entfernte Muskeln
Auch ein etwas weiter entfernter Muskel, der normalerweise unter dem Schulterblatt verborgen ist (der linke Serratus-posterior-superior-Muskel), kann Herzbeschwerden auslösen: Offensichtlich sticht es von diesem Muskel aus nach vorn (der Patient nimmt die Missempfindung vorn wahr, meist genau an der dem Muskel gegenüber liegender Stelle).

Erfahrungsberichten von Patienten zufolge fühlt sich die Verspannung, die von diesem Muskel ausgeht, oft so an, als ob sie einen Herzinfarkt bekämen.

4. Die Umgebung von Narben und alles, was zur Fehlhaltung des Patienten gehört

Diagnose und Therapie:

Internistische Klärung

Klärung einer organischen Ursache der Herzbeschwerden in Zusammenarbeit mit Internisten und Kardiologen wie z.B:

EKG, LZ-EKG, kardiologische Labordiagnostik, Belastungstest, Herzultraschall usw.

Orthopädische manualtherapeutische Klärung

Die Wirbelsäule wird manuell auf Wirbelfehlstellungen und -blockaden untersucht und ggfs. wieder in Ihre Idealstellung gebracht. Im Gegensatz zum Strecken und Dehnen von Bändern in der Chiropraktik wird z.B mit der DORN-Methode und der Schädelakupunktur eine sanfte Korrektur erzielt.

Kontrolle der Zähne

Bestimmte Zähne stehen über das Nerven- und Meridiansystem mit dem Herzen in Verbindung. Diese werden mittels Kinesiologie getestet und ggfs. in Absprache mit Ihrem Zahnarzt saniert.