Herzultraschall
- Als Echokardiographie oder kurz „Echo“ wird die Ultraschalluntersuchung des Herzens bezeichnet. Sie ist das wichtigste und einfachste bildgebende Verfahren in der Kardiologie.
- Die Untersuchung erfolgt in Linksseitenlage mit einem auf der Brustwand aufgesetztem Schallkopf und ist schmerzlos. Da die Ultraschallwellen völlig unbedenklich sind, kann das Echo im Bedarfsfall beliebig oft wiederholt werden.
- Auf einem Monitor werden bewegte Schnittbilder des Herzens angezeigt, die vom Patienten mit betrachtet werden können. Bei der Routineuntersuchung werden Größe und Pumpfunktion der Herzkammern beurteilt. So können z. B. Infarktnarben oder relevante Zeichen einer koronaren Herzerkrankung dargestellt werden. Auch die vier Herzklappen können mit der Echokardiographie gut gesehen werden. Zur Beurteilung ihrer Funktion wird die Farbdoppler-Echokardiographie angewendet, in dem die Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses farbig dargestellt wird. So können zum Beispiel undichte Herzklappen sofort erkannt werden.
- Neue Methoden der Echokardiographie
- In Ergänzung zu den konventionellen ein- und zweidimensionalen Methoden der Ultraschalluntersuchung steht die 3D- Realtime Sonographie zur Verfügung. Eine neu entwickelte Matrixsonde der Firma Phillips erlaubt nicht nur die Ansicht der einzelnen Herzstrukturen aus jedem beliebigen Winkel und in jeder beliebigen Ebene, sondern auch die Darstellung des Blutflusses unter dem räumlichen Aspekt. Diese Methode bietet demzufolge eine entscheidende Verbesserung in der Einschätzung des Schweregrades eines Klappenvitiums, da der Verlauf eines oder mehrerer Jets in allen Ebenen registriert wird. Für die Prognose und Therapieindikation stehen damit neue Parameter zur Verfügung. Erheblich genauer ist darüber hinaus die 3D-Volumetrie gegenüber den herkömmlichen Methoden. Beim Menschen korreliert sie mit der MRI-Technik. Für den Patienten ändert sich bei der Untersuchungsdurchführung nichts.
- Die zweite neue Methode ist das SpeckleTracking/Strain/Strain-Rate zur Vermessung der Verformung des Myokardiums (Strain, Strain-Rate über die Zeit). Die Beurteilung der Verformung (Dickenzunahme und – Abnahme) des Herzmuskels erfolgt segmental, ein negativer Kurvenverlauf ist wünschenswert. Aus der Kammeranalyse ergeben sich auch die enddiastolischen- und endsystolischen Volumina (EDVI/ESVI) und die Ejektionsfraktion EF nach der Scheibchenmethode Simpson in Prozent, letztere orientiert sich an humanvalidierten Werten > 40%.